Pizzatasche mit Burrata – die Pizza die man faltet

Pizzatasche mit Burrata – die Pizza die man faltet
Rezept · Pizzatasche mit Burrata · pizza1.de

Was ist eine Pizzatasche und wie wird sie gemacht?

Bei einer Pizzatasche wird der Pizzateig gefaltet und zunächst ohne Belag knusprig gebacken. Anschließend wird die Tasche geöffnet und frisch gefüllt: mit cremiger Burrata, Rucola, Tomatenscheiben, Pesto Genovese und Balsamico-Creme. So bleibt der Teig außen schön kross, während die Zutaten innen frisch und saftig bleiben.

Pizzatasche mit Burrata: knusprig gebacken, frisch gefüllt

Diese Pizzatasche mache ich schon seit einiger Zeit und sie kommt jedes Mal gut an. Der Ablauf ist einfach: Den ausgebreiteten Teig faltest du zusammen und backst ihn zunächst ohne frische Zutaten knusprig aus. Erst danach wird die Tasche gefüllt.

Anders als bei einer klassischen Calzone wird die Pizzatasche nicht komplett verschlossen. Sie bleibt an einer Seite offen beziehungsweise lässt sich nach dem Backen wieder auffalten. So kommen Burrata, Rucola, Tomaten und Pesto Genovese erst danach hinein. Die Zutaten bleiben frisch, während der Teig außen schön kross wird. Burrata würde bei 500 °C ihre cremige Konsistenz verlieren und gehört deshalb erst zum Schluss auf die Pizza.

Ist der Pizzateig vorbereitet, brauchst du für das Formen, Backen und Füllen keine zehn Minuten.

Die Zutaten

Zutaten für die Pizzatasche mit Burrata

Pizzatasche Burrata – alle Zutaten: Pesto, Burrata, Rucola, Tomaten, Balsamico

Alle Zutaten für die Pizzatasche mit Burrata auf einen Blick.

Zutaten für eine Pizzatasche mit Burrata

Scheiben einer großen Tomate
Rucola
Burrata
Salz & Pfeffer
Creme Balsamico
Pizzateig
Zubereitung

So wird die Pizzatasche gemacht

Pizzatasche – Teig ausgebreitet, eine Hälfte wird belegt

Den Teigling für die Pizzatasche vorbereiten

Breite den Teigling wie für eine klassische Pizza aus: Drücke die Mitte vorsichtig flach und lasse den Rand dabei stehen. Die Pizzatasche wird zunächst ohne Belag gebacken, deshalb kommt vor dem Falten noch nichts auf den Teig.

Klappe anschließend eine Teighälfte über die andere. Drücke die Ränder nur leicht an, damit die Tasche beim Backen ihre Form behält, aber nicht komplett verschlossen ist. So kann sich der Teig im Inneren noch gut entwickeln und die Tasche lässt sich nach dem Backen wieder auffalten.

Pizzatasche backen

Bevor du die Pizzatasche zusammenklappst, benetzt du die Innenseite des Teigs mit Olivenöl. So bleibt sie innen schön aromatisch und die beiden Teighälften kleben beim Backen nicht zusammen.

Lege die zusammengefaltete Pizzatasche anschließend direkt auf die Pizzaschaufel und schieße sie ohne weitere Vorbereitung in den Ofen.

Im Pizzaofen backt sie bei 450 bis 500 °C etwa 60 bis 90 Sekunden. Im Haushaltsofen backst du sie bei maximaler Temperatur am besten auf einem Backstahl. Mehr dazu findest du in unserem Beitrag Pizza im Haushaltsofen backen →.

Pizzatasche frisch aus dem Ofen füllen

Die Pizzatasche sollte nach dem Backen eine schöne goldbraune Farbe haben und am Rand gut aufgegangen sein. Lass sie etwa eine Minute ruhen, damit sich der Teig setzen kann.

Danach kannst du die Tasche vorsichtig wieder auffalten und direkt füllen. Zuerst das Pesto, dann Tomatenscheiben, Rucola und Burrata. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Balsamico-Creme verfeinern. Für noch mehr Aroma kannst du die Burrata zusätzlich mit eingelegten Tomaten von Gustarosso oder anderen eingelegten Tomaten toppen. Sie bringen eine würzige, leicht süßliche Note in die Pizzatasche.

Burrata wird auf die Pizzatasche gelegt

Burrata oder Büffelmozzarella zum Schluss

Zum Abschluss kommt die Burrata in die aufgefaltete Pizzatasche, direkt auf Pesto, Tomaten und Rucola. Die Restwärme des Teigs sorgt dafür, dass sie leicht warm wird und ihre cremige Konsistenz behält.

Alternativ passt auch Büffelmozzarella sehr gut. Klapp die Tasche anschließend wieder vorsichtig zusammen, damit sich die Zutaten verbinden und die cremige Füllung beim Essen besonders gut zur Geltung kommt. Ein kleiner Schuss gutes Olivenöl und etwas frisch gemahlener Pfeffer passen zum Schluss besonders gut dazu.

Pizzatasche mit Burrata zubereiten – Schritt für Schritt

  1. Teig vorbereiten: Gut gereiften Pizzateig rechtzeitig akklimatisieren und mit etwas Semola wie eine normale Pizza ausbreiten. Die Mitte flach drücken und den Rand stehen lassen.
  2. Innenseite mit Olivenöl benetzen: Eine Teighälfte vor dem Zusammenklappen mit etwas Olivenöl benetzen. So bleibt die Tasche innen aromatisch und die Teighälften kleben beim Backen nicht zusammen.
  3. Tasche formen: Den Teigling in der Mitte zusammenklappen. Die Ränder nur leicht andrücken, damit die Tasche ihre Form behält und sich nach dem Backen wieder auffalten lässt.
  4. Backen: Die Pizzatasche direkt auf die Schaufel legen und bei 450 bis 500 °C etwa 60 bis 90 Sekunden backen. Im Haushaltsofen funktioniert ein Backstahl bei maximaler Temperatur am besten. Tipp: Pizza im Haushaltsofen backen →
  5. Kurz ruhen lassen: Die Tasche etwa eine Minute liegen lassen, damit sich der Teig setzen kann.
  6. Vorsichtig auffalten: Die Pizzatasche seitlich wieder öffnen, ohne den Teig zu zerreißen.
  7. Frisch füllen: Zuerst Pesto Genovese, Tomatenscheiben und Rucola in die Tasche geben.
  8. Verfeinern: Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Creme Balsamico abschließen. Die Burrata erst zum Schluss auf die gefüllte Pizzatasche geben, anschließend vorsichtig zusammenklappen und direkt servieren.
Fertige Pizzatasche mit Burrata, Rucola, Pesto und Creme Balsamico

Die fertige Pizzatasche – Burrata, Rucola, Pesto, Creme Balsamico.

Ausgewählte Pizzazutaten findest du bei uns im Shop.

🍕 Zu den Zutaten
Pimo

Warum diese Kombination so gut passt

Pesto Genovese, Burrata und Rucola sind eine bekannte Kombination. In der Pizzatasche wirkt sie aber anders als auf einem Teller: Der noch warme Teig umschließt die Füllung von beiden Seiten und erwärmt die Burrata leicht. Das Pesto verbindet sich mit der Krume, während der Rucola angenehm frisch bleibt. Die Balsamico-Creme bringt zum Schluss eine leichte Süße dazu und verbindet die einzelnen Zutaten.

Das Schöne an dieser Pizzatasche ist der Kontrast: außen knuspriger Teig, innen cremige Burrata, würziges Pesto und frische Zutaten. Weil alles erst nach dem Backen hineinkommt, bleiben die Aromen klar und jede Zutat behält ihren eigenen Charakter.

Häufige Fragen

Was ihr zur Pizzatasche wissen wollt

Über die Pizzatasche
Bei der Calzone ist der Belag drin – sie wird mit Füllung gebacken und bleibt geschlossen. Die Pizzatasche wird leer gebacken und danach erst gefüllt oder belegt. Das ist der entscheidende Unterschied: der Belag bei der Tasche ist frisch und kommt nie in den Ofen. Burrata, Rucola, Pesto – all das wäre im Ofen verloren.
Burrata verträgt keinen heißen Ofen – sie würde verlaufen und das Cremige verlieren. Rucola verbrennt. Pesto verliert sein Aroma bei hohen Temperaturen. Diese Zutaten sind für frischen Einsatz gedacht, nicht für 500 Grad. Die Tasche wird deshalb leer gebacken und erst danach bestückt.
Ein gut gereifter Pizzateig – 24, 48 oder 72 Stunden. Der Teig sollte elastisch genug sein um sich ohne Reißen zuklappen zu lassen. Ein Biga-Teig eignet sich hier sehr gut, weil er durch die lockere Krume nach dem Backen besonders schön aufgeht und die Tasche von innen luftig bleibt.
Zutaten
Ja, klar. Aber ein gutes Pesto Genovese aus dem Shop ist schnell zur Hand und für dieses Rezept absolut ausreichend. Das Pesto kommt ja kalt drauf – da macht ein gutes Fertigpesto wirklich keinen Unterschied zu selbstgemachtem, solange die Qualität stimmt.
Große, reife Flaschentomaten funktionieren sehr gut – du bekommst schöne runde Scheiben die gut aussehen und nicht zu viel Wasser ziehen. Im Sommer sind auch Ochsenherzentomaten eine tolle Option. Cherrytomaten würde ich hier eher nicht nehmen – die geben beim Beißen zu viel Saft auf einmal ab.
Ja, aber dann ist es ein anderes Rezept. Die Burrata macht hier wirklich was aus – ihre cremige Mitte wenn sie auf dem warmen Teig schmilzt ist das was die Tasche besonders macht. Mit normalem Mozzarella funktioniert es, aber das Erlebnis ist ein anderes. Wenn Burrata verfügbar ist, würde ich immer dazu greifen.
Backen
Im Pizzaofen bei 450 bis 500 °C etwa 90 Sekunden bis 2 Minuten – etwas länger als eine normale Pizza, weil der Teig doppelt gefaltet ist. Im Haushaltsofen auf maximaler Temperatur mit Pizzastein oder Backstahl 5 bis 8 Minuten. Die Tasche ist fertig wenn der Rand aufgegangen und leicht gebräunt ist.
Das kann passieren wenn die Innenseite zu trocken ist. Ein bisschen Olivenöl auf der Innenseite bevor man zuklappt hilft sehr. Außerdem nicht zu fest andrücken – die Ränder sollen halten, aber die Tasche soll beim Backen noch etwas aufgehen können.
Pizzatasche mit Burrata – Detailansicht

Du willst noch tiefer ins Thema Pizza einsteigen? Dann hör in unseren Podcast „Slice Talk“ rein. Dort teilt Gabriel, Gründer von pizza1.de, praktische Tipps rund um Teig, Mehl, Toppings und typische Anfängerfehler – perfekt für alle, die ihre Homemade-Pizza aufs nächste Level bringen möchten. Jetzt reinhören!

Slice Talk kannst du jederzeit auf diesen Plattformen hören

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.